Daytrading – Traum oder Alptraum?  Alternativen zur Königsklasse

Daytrading ist die Königsklasse des Handels. Trader dieser Handelsart bieten sich finanziell die größten Chancen und gleichfalls die größten Risiken. Das Ziel beim Daytrading ist von kleinsten Kursschwankungen zu profitieren und Positionen innerhalb eines Tages, oft in wenigen Sekunden, zu öffnen und mit Profit wieder zu schließen. Gehandelte Instrumente sind Aktien, Devisen, Futures, CFDs und binäre Optionen.

Die Anforderungen für professionelles Day Trading sind hoch. Abgesehen von den potenziell hohen Verdienstchancen sollten Interessenten von Anfang an motiviert und ambitioniert an die Sache rangehen. Kostenlose Demokonten laden zum risikofreien Üben ein. Eine gute Alternative bietet das einfache Kopieren erfolgreicher Daytrading-Experten.

Was benötigt man für erfolgreiches Daytrading?

  1. Auswahl des richtigen Brokers
  2. Professionelle Daytrading-Software
  3. Die richtige Hardware – Trading PC
  4. Know-How / nötiges Handwerkszeug
  5. Mentale Fähigkeiten

Die richtige Brokerauswahl für Daytrading

Sie sollten bei der Brokerauswahl auf eine strenge Regulierung und Einlagensicherung achten, um ihr Geld in guten Händen zu wissen. Eine Beaufsichtigung durch eine Finanzaufsichtsbehörde und eine Einlagensicherung in großer Höhe zeugen von der Seriosität eines Unternehmens. Pluspunkte sind, wenn eine Brokerfirma schon länger auf dem Markt ist und vielleicht sogar an der Börse notiert ist.

Niedrige Tradinggebühren sind vor allem für Daytrader ein wichtiges Kriterium. Bei den meisten Forex-Brokern fallen keine Gebühren, sie verdienen an den Spreads. Ersparnisse von 1$ oder $2 pro Trade können am Monatsende eine grosse Differenz ausmachen. Auch eventuelle sonstigen Nebenkosten können mehr oder weniger ins Gewicht fallen.

Die geforderte Mindesteinzahlung ist vor allem bei Anfängern ein Auswahlkriterium. Auch das Vorhandensein eines, wenn möglich, zeitlich unbefristeten Demokontos wie beim Anbieter Plus500 ist wichtig, um Beginnern beim Daytrading die Möglichkeit zu geben, sich an das Handelssystem zu gewöhnen und Strategien risikolos zu testen.

Daytrader brauchen zuverlässige Software

Als Daytrader muss man schnell handeln können. Um eine hundertprozentige Synchronisierung der Kurse mit den Börsenwerten zu gewährleisten und den Live-zugang zu Börsendaten zu ermöglichen ist eine entsprechende Software notwendig. Darüber hinaus hilft die Software dem Trader an seinem Tradingplan z.B. durch festgelegte Limits festzuhalten und emotionalle Trades zu vermeiden.

Die Hardware muss stimmen

Systemstabilität und mögliche Datenverluste durch z.B. Stromausfälle als auch entsprechende Rechnerleistungen sind wichtige Faktoren eines Trading-PCs. Schnelligkeit, Performance und Verfügbarkeit der Daten müssen bei einer Workstation für Daytrader gewährleistet sein, um ein hohes Maß an Sicherheit und optimale Bedinungen für das Handeln zu bieten.

Daytrading muss man lernen

Ohne Umschweife: Um als Daytrader Erfolg zu haben und vermeintlich viel Geld zu verdienen, müssen Sie über das nötige Rüstzeug verfügen. Ohne das entsprechende Know-how verdienen Sie kein Geld; im Gegenteil. Welche Möglichkeiten bieten sich an, um Daytrading zu erlernen? Ganz klassisch durch (viele) gute Bücher zum Thema. Man kann auch versuchen sich das nötige Wissen durch mühsame Internetrecherchen und als aktives Forenmitglied zu erwerben (wird nicht funktionieren), durch kostenlose Mini-kurse im Internet (reicht nicht aus) oder durch wirklich sehr umfassende Daytrader-Ausbildungen (bieten sehr hohen Mehrwert, bilden einen wirklich zu einem Daytrader aus, sind aber natürlich entsprechend teuer).

Mentale Fähigkeiten sind gefragt

Daytading ohne Mentaltraining, ist wie fliegen ohne Pilotenschein. Mangelnde Disziplin ist der Hauptgrund für das Scheitern von Tradern. Angst, Gier und Selbstüberschätzung, aber auch Konzentrationslosigkeit und Ungeduld sind negative Eigenschaften – vor allem für (angehende) Daytrader. Um in der Königsdisziplin dauerhaft Erfolg zu haben, muss man seine Emotionen kontrollieren können. Positiv dabei ist: Das kann man lernen.

Vorteile beim Daytrading

  • Potenziell sehr hohe Gewinne möglich
  • Persönliche Freiheit. Sie können von jedem Ort der Welt traden
  • Ihre Gewinne sind nahezu steuerfrei
  • Freie Zeiteinteilung
  • Gewinne bei steigenden und fallenden Kursen möglich
  • Risikoloses Üben mit Demokonto möglich

Nachteile beim Daytrading

  • Mehr Fachwissen erforderlich als bei anderen Trading-Arten
  • Hohe Disziplin und Stressresistenz sind ein Muss
  • Man arbeitet alleine und isoliert (für manche ein Vorteil)

Welche Fehler machen Anfänger beim Daytrading?

Zuerst der falsche Weg: Sie haben von den Vorteilen als Daytrader gehört oder gelesen. Sie möchten Geld von Zuhause aus verdienen, vielleicht sogar im Ausland in wärmeren Gefilden. Dann zahlen Sie Geld bei einem Broker ein und handeln nach einer im Internet vielversprechenden Strategie. Das war`s ? Sorry, nein, das funktioniert nicht.

Der richtige Weg: Sie machen eine Daytrading-Schulung (nicht billig) und traden mindestens 2 Monate auf einem Demokonto. Übung macht den Meister. Suchen Sie sich einen Finanzwert herausgesucht und spezialisieren Sie sich auf diesen. Wenn Sie nach der Übungszeit auf dem Demokonto Gewinne realisiert haben – und auch wissen warum – fangen Sie an mit echtem Geld zu traden. Zahlen Sie am Anfang maximal 1000€ auf ihr Tradingkonto, um sich an das Gefühl mit richtigen Geld zu handeln zu gewöhnen.

Daytrading-Schulungen sind nicht billig, aber eine Abkürzung zum Erfolg. Sie sparen einfach viel Zeit und bekommen einen großen Mehrwert, der Sie wirklich zu einem professionellen Daytrader ausbildet. Der Ausbildungsweg über Bücher und Fachforen ist möglich, aber es bleiben i.d.R. doch zu viele Fragezeichen und Baustellen übrig.

(Persönliches) Fazit

Daytrading ist die Königsdisziplin des Tradens. Sie verspricht die höchsten Gewinne, erfordert aber auch die mit Abstand größten Kenntnisse und Disziplin. Als ehemaliger Daytrader weiß ich wie reizvoll und herausfordernd das Thema Daytrading  sein kann. Für mich persönlich war Daytrading aber auf Dauer zu stressig und nervlich belastend.

Kennen Sie das Paretoprinzip? Dieses Prinzip besagt, dass 80 % der Ergebnisse mit 20 % des Gesamtaufwandes erreicht werden. Für die restlichen 20 % muss man aber die restlichen 80 % leisten. Dies kann man grob auf Trading übertragen. Deswegen investiere ich mittlerweile lieber in Copytrading und handele mit binären Optionen. Der potenzielle Gewinn ist kleiner als beim Daytrading (trotzdem sehr hoch), der Spaßfaktor aber höher bei viel geringeren Zeitaufwand.

 

Weitere Infos im Netz:

Daytrading (Wikipedia)

Ein Tag als Daytrader (Handelsblatt)