CFDs – Der Handel mit Hebelprodukten

CFD ist die Abkürzung für den englischen Ausdruck „Contract for Difference“, auf Deutsch „Differenzgeschäft“. CFDs sind die jüngste Stufe der Wertpapier-Evolution auf dem Kapitalmarkt. Durch die Einfachheit und Transparenz in ihrer Anwendung steigt ihre Beliebtheit bei immer mehr Anlegern.

Entscheidend ist, dass man bei einer CFD-Transaktion von der Kursdifferenz profitiert –  vom Unterschied im Kurs des Basiswertes. Es ist damit eine Wette auf die zukünftige Wertentwicklung einer Basisgröße wobei man auf steigende als auch fallende Kurse setzen kann.

Beim CFD-Trading benötigen Sie nicht immer das gesamte Kapital Ihres Depots. Bei Ihrem Broker hinterlegen Sie nur eine Sicherheitsleistung, die auch Margin genannt wird, z.B. 5% oder 10% des jeweiligen Trades. Der Rest wird fremdfinanziert bzw. gehebelt. Dies kann allerdings bedeuten, dass bei einem negativen Ausgang mehr Geld nachbezahlt werden muss, als anfangs bei der Wette investiert wurde. Fazit: Durch die Hebelung sind schnell sehr hohe Gewinne möglich, es besteht aber andersherum auch die Gefahr der Nachschusspflicht.

Anleger spekulieren auf steigende oder fallende Kurse, der Basiswert wird bei einem CFD nicht gekauft. Der potenzielle Gewinn entspricht dem Wertzuwachs des Derivats. Der Handel mit CFDs ist allerdings hochgradig spekulativ. Anfänger sollten auf jeden Fall unbedingt eine Zeit lang ein kostenloses CFD-Demokonto nutzen, sich mit dem Handel vertraut machen und sich durch entsprechende Lernmaterialien das nötige Know-How aneignen.

Vorteile von CFDs

  • Ein wesentlicher Vorteil dieses modernen Finanzproduktes ergibt sich durch die Verwendung eines Hebels, mit dem bei gleichem Kapitaleinsatz größere Summen bewegt werden können. Gewinnchancen und Verlustrisiken sind entsprechend der Hebelwirkung auszumachen.
  • Durch die größere Kapitalausstattung kann man sein Portfolio weiter streuen und somit das Risiko besser managen. Durch die Möglichkeit nur einen Bruchteil eines Wertes zu ordern hat der Anleger die Möglichkeit vom Risikostandpunkt aus gesehen sein Portfolio zu optimieren.
  • Ein weiterer großer Vorteil beim CFD-Handel liegt in der Möglichkeit auf fallende Märkte zu setzen, also „short gehen“ zu gehen. Mit CFDs kann man an also bei fallenden Märkten Gewinne machen, mit normalen Aktien unmöglich.

Nachteile von CFDs

  • Aufgrund des Risikos des Totalverlustes und der möglichen Nachschusspflicht (Margin Call) ist der Handel mit CFDs nur erfahrenen Anlegern zu empfehlen.
  • Hochspekulative Derivate, entsprechendes Wissen und Erfahrung sind – anders als beim Copy Trading – unbedingt notwendig.